Triathlon - Alles rund um den Extremsport!

Jeder hat schon einmal diesen Begriff gehört, aber was genau ist das? Was passiert bei diesem Sport und unter welchen Bedingungen wird er ausgeübt?

Hierbei handelt es sich um eine Sportart, die Schwimmen, Radfahren und Laufen kombiniert und die Besonderheit aufweist, dass diese drei Disziplinen unmittelbar nacheinander ohne jegliche Unterbrechung durchgeführt werden. Auch wenn der Sport oft mit der Ironman-Distanz und übermenschlichen Anstrengungen in Verbindung gebracht wird, sollte bedacht werden, dass es verschiedene Triathlon-Distanzen gibt, die für jedes Leistungsniveau ausgelegt sind. Somit kann jeder Athlet schnell in diese Sportart einsteigen, um Abwechslung in seinen Sportalltag zu bringen oder sich einfach einer neuen Herausforderung zu stellen.

# Doch wie ist die Sportart eigentlich entstanden?

Der Ausdauermehrkampf wurde in den frühen 1970er-Jahren vom San Diego Track Club erfunden, als alternatives Training zu den Strapazen des Leichtathletiktrainings. Die erste Veranstaltung des Clubs bestand aus einem 10-km-Lauf, einem 8-km-Radfahren und einem 500-m-Schwimmen. Im Laufe des nächsten Jahrzehnts wuchs die Popularität des Triathlons weiter an und erlangte bald globale Anerkennung.

# Erste Weltmeisterschaften

1989 wurde die Internationale Triathlon-Union (ITU) in Avignon, Frankreich gegründet und die ersten offiziellen Weltmeisterschaften wurden ausgetragen. Die offizielle Triathlon-Distanz wurde auf 1.500 m Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen festgelegt - in Anlehnung an die bereits im olympischen Programm befindlichen Sportarten.

# Olympisches Debut

Die Sportdisziplin feierte sein olympisches Debüt bei den Spielen in Sydney 2000. Dies verhalf der neuen Wettkampfsport zu noch größerer Popularität. Inzwischen gibt es über 120 nationale Verbände auf der ganzen Welt.

# Der Triathlon, wie er heute praktiziert wird!

Ab den 1980er-Jahren kam die Sportart auch in Europa an und der erste Langdistanz-Triathlon wurde 1982 in Nizza organisiert. Obwohl er anfangs als Sport für Spinner angesehen wurde, begann er eine ganz neue Anhängerschaft zu gewinnen. Nach und nach wurde die Welt des Triathlons organisierter und die offiziellen Distanzen, die sich herauskristallisierten, wurden vom internationalen Verband standardisiert und die meisten der derzeit organisierten Rennen folgen noch immer diesen Standards.

Die Triathlon-Distanzen reichen von einem Einführungsformat, auch XS genannt (400 m Schwimmen, 10 km Radfahren, 2,5 km Laufen) bis zum Ironman-Rennformat, auch XXL genannt (3800 m Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen).

# Duathlon und kreative Multisport-Veranstaltungen

Da sich die Multisport-Szene weiterentwickelt hat, sieht man immer häufiger kreative Triathlon-Veranstaltungen mit einer alternativen Sportart zum Schwimmen, wie z.B. Paddelsportarten (z.B. Kajak, Radfahren, Laufen). Oder im Falle des Wintertriathlons sind Laufen (oder Schneeschuhlaufen), Radfahren mit speziellen Reifen und Skilanglauf zu einer Alternative zum Standard-Triathlon in der kalten Jahreszeit geworden.

Ein einfacher Weg, um zu verstehen, was einen den Sport ausmacht, ist der Vergleich des Triathlons mit Duathlons, d. h. Veranstaltungen, die nur zwei statt drei Disziplinen umfassen. Meistens beinhalten Duathlons Radfahren und Laufen.

Auf professioneller Ebene ist jedoch die Reihenfolge der Duathlons Laufen, Radfahren und nochmals Laufen, wobei die erste Laufstrecke etwas länger ist als die letzte Laufstrecke. Es handelt sich jedoch nur um zwei Sportdisziplinen, im Gegensatz zum Standard-Triathlon, welcher immer drei umfasst.

# Die verschiedenen Etappen des Triathlons

Obwohl das Training meistens in einem Schwimmbad stattfindet, wird das Schwimmen am Tag des Rennens im offenen Wasser durchgeführt: See, Meer oder Fluss, außer bei einigen Rennen, welche in einem Schwimmbad stattfinden. Die Starts sind meist Massenstarts oder sie werden in aufeinanderfolgende Wellen aufgeteilt, wenn die Teilnehmerzahl zu groß ist, um einen gleichmäßigeren Fluss von Teilnehmern zu haben. Der Start kann aus dem Stand, im Wasser oder mit einem Tauchgang erfolgen. Es folgt die Radstrecke, auf der die Athleten alleine fahren sollen, ohne den Windschatten eines Gegners oder Fahrzeuges zu nutzen, dies ist auch bekannt als Drafting. Um den Sport spannender zu gestalten, ist das Drafting jedoch bei den großen Bundes- und Olympiaveranstaltungen erlaubt. Den Abschluss des Triathlons bildet ein Lauf auf Straßen und/oder Wegen.

Der Wettkampftriathlon wird allein oder in Form eines Staffellaufs mit zwei oder drei Personen ausgeübt, sodass jeder jene Disziplin ausüben kann, welche ihm am besten liegt.

Eines der Hauptmerkmale des Triathlons ist wie schon angesprochen die Tatsache, dass die drei Sportarten nacheinander absolviert werden. Jeweils mit einem Übergang zwischen jeder einzelnen Disziplin, welcher so schnell wie möglich absolviert werden muss, um Zeit zu sparen, insbesondere bei den kürzeren Etappen. Die Wechselzeit wird sogar in die Gesamtzeit des Rennens eingerechnet. Dies erfordert eine gewisse Vororganisation und viel Training, damit der Teilnehmer seine Sachen nach der Schwimmstrecke und nach der Radstrecke schnell finden und verwenden kann.

# Was sind die Vorteile?

Triathleten genießen viele Vorteile angesichts der Vielfalt der Sportdisziplinen, welche sie praktizieren, und der verschiedenen Orte, an denen sie diese ausüben.

In der Tat haben die Aktivitäten Schwimmen, Radfahren und Laufen eine Reihe von Vorteilen:

Die drei Sportarten ergänzen sich und zwei von ihnen - Schwimmen und Radfahren - sind Sportarten, bei denen der Körper unterstützt wird, also gelenkschonende Sportarten.

Sie ergänzen sich, z.B. verbessert das Schwimmen die Atmung, was für das Radfahren und Laufen nützlich ist.

Wenn man die Sportarten nacheinander ausübt, kommt keine Langeweile im Training auf, da man vom Schwimmen zum Radfahren wechseln kann, wenn man es leid ist. Und wenn man etwas zu viel Zeit im Sattel verbracht hat, kann man laufen!

Rennen auf dem Lande bieten die Möglichkeit, neue Landschaften zu entdecken und die Natur zu genießen.

Die Vielfalt und die Anzahl der Rennen, die auf der ganzen Welt angeboten werden, bieten viele Möglichkeiten für neue Herausforderungen und den Besuch neuer Orte.

# Einen Triathlon-Trainingsplan aufstellen

Wann Sie beginnen sollten: Im Allgemeinen sollten Sie, wenn Sie Ihren ersten Contest absolvieren möchten, mindestens 12 Wochen Training vor dem Wettkampf einplanen. Wenn Sie sehr gesund und körperlich fit sind und bereits Erfahrungen mit Schwimmen, Radfahren und Laufen gemacht haben, könnte theoretisch auch schon ein 8-wöchiges Aufbauprogramm ausreichend sein. Wenn Sie ganz neu anfangen, sollten Sie sich jedoch mindestens 16 Wochen Zeit für das Training nehmen.

Legen Sie Ihren Schwimm-/Rad-/Laufplan fest: Absolvieren Sie mindestens zwei Einheiten jeder Aktivität, also Laufen, Schwimmen und Radfahren, pro Woche. Fügen Sie außerdem eine „Brick-Session“ ein, d. h. ein Rad- und Lauftraining, das Sie hintereinander absolvieren. Schließlich sollten Sie jede Woche etwa ein oder zwei Freiwasserschwimm-Einheiten einplanen, wenn Ihr Wettkampf in einem anderen Gewässer als etwa einem Schwimmbad stattfindet.

Bauen Sie Ihre Distanzen allmählich auf und steigern Sie diese nicht zu schnell. Vor dem Rennen sollten Sie in der Lage sein, in jeder Sportart mindestens einige Meter mehr als die reguläre Renndistanz zu absolvieren.

Widerstandstraining: Achten Sie darauf, Widerstandstraining in Ihr wöchentliches Programm aufzunehmen, das Sie nach Ihrem Hauptausdauertraining durchführen können. Schließen Sie Übungen ein, welche die primären Muskeln stärken, die in jeder Disziplin benötigt werden, als auch jene welche die Mobilität und Stabilität verbessern.

Beim Schwimmen wollen Sie die Kraft in Rücken, Schultern und Armen verbessern und die Beweglichkeit des Rumpfes fördern. Beim Radfahren konzentrieren Sie sich auf die Steigerung der Kraft in den Oberschenkeln, der Gesäßmuskulatur und den Kniesehnen. Ebenfalls wird hier die Stabilität von Rumpf und Brustkorb verbessert. Und beim Laufen sollten Sie Kraft in den Beinen, Beweglichkeit durch die Hüften und Stabilität durch den Rumpf und die Schultern aufbauen.

Planen Sie Pausen ein: Ein oder zwei freie Tage pro Woche sind wichtig für die Regeneration. Es empfiehlt sich die Ruhetage direkt nach einem sogenannte Brick-Workout einzuplanen, da nach diesen Einheiten der Körper besonders viel Regeneration benötigt um sich möglichst rasch zu erholen. Eine große Rolle spielt, wie immer im Sport, auch die Ernährung. Nur mit ausgewogener Ernährung kann der Körper volle Leistungsfähigkeit erbringen. Ein perfekter Snack zwischen den Disziplinen bietet beispielweise unser 125g Energy Cake. Ein wahrer Energielieferant, welcher schnell und lange sättigt.

Zusammenfassend kann behauptet werden, dass der Triathlon durchaus eine faszinierende, aber auch ermüdende Alternative zu gewöhnlichen Sportarten darstellt. Will man sich neuen Herausforderungen stellen, ist diese Disziplin wohl ideal dafür geeignet. Jedoch gilt auch hier, ohne Fleiß kein Preis! Triathleten trainieren regelmäßig, um den Belastungen des Sportes gerecht zu werden und sollten auch Sie mit den Gedanken spielen, sich für einen zu bewerben, wird auch Ihnen dies nicht erspart bleiben!


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