Sprint-, Kurz- oder Langdistanz - alles im Überblick!

Triathlon ist dadurch gekennzeichnet, dass hier nicht nur eine Disziplin ausgeführt wird, sondern gleich drei. Jedoch kann die Vielfalt dieses Extremsports bei vielen Einsteigern erst einmal Verwirrung hervorrufen. Einerseits gibt es Wettbewerbe unterschiedlicher Länge (kurze Distanz, Sprint Distanz und lange Distanz) und andererseits gibt es verschiedene Organisatoren (Sportverbände und kommerzielle Anbieter wie der WTC-Verband mit der Ironman-Serie). Sowohl Männer als auch Frauen können an allen Triathlon-Wettbewerben teilnehmen. Darüber hinaus gibt es Staffelläufe, bei denen drei Athleten in die verschiedenen Disziplinen unterteilt sind, somit ist es jedem möglich, jene Disziplin zu absolvieren, welche man am besten beherrscht. Bei den Team-Relays wiederum wird ein kompletter Triathlon von jedem Teammitglied absolviert. In diesem Artikel beschäftigen wir uns jedoch vorwiegend mit den unterschiedlichen Distanzen des Sports.

# Die Super-Sprint-Distanz

Unter allen Triathlonstrecken ist die Kürzeste für viele der Teilnehmer in unter einer Stunde zu bewältigen. Die meisten Triathleten schwimmen hier in einem Schwimmbad und zwar eine Entfernung von 250 bis 500 Metern. Anschließend ist eine Radstrecke von 6,5 bis zu 13 Kilometern anzutreffen. Nach der Radstrecke ist noch eine Distanz von 1,7 bis 3,5 Kilometer zu Laufen. Für die meisten Teilnehmer sind diese Distanzen kein Hindernis, der Super-Sprint-Triathlon eignet sich jedoch hauptsächlich für das Kennenlernen, Verstehen und Üben der Übergänge zwischen den einzelnen Disziplinen. Somit bildet die Super-Sprint-Distanz vor allem für Anfänger die ideale Möglichkeit, um den Einstieg in die Welt des Triathlons zu erleichtern.

# Die Sprintdistanz (Volkstriathlon)

Der sogenannte Volkstriathlon stellt die klassische Einstiegsdistanz dar. Für gut trainierte Sportler ist es keine Herausforderung, 750 Meter zu schwimmen, 20 Kilometer zu radeln und 5 Kilometer zu laufen. Diese Wettbewerbe finden zudem meistens auch im und in der Nähe des Schwimmbades statt, sodass Anfänger sich nicht ins offene Wasser wagen müssen. Abhängig vom Tempo der Athleten ist beim Volkstriathlon mit einer Dauer von anderthalb bis zweieinhalb Stunden zu rechnen.

# Die Kurzdistanz (Olympische Distanz)

Die Kurzdistanz ist jene Strecke, welche auch bei den Olympiaden absolviert werden muss, deshalb ist hier ein gewöhnliches Training meist nicht mehr ausreichend. Sollte man sich diese Strecke als Ziel setzen, so ist meist eine intensive und gewissenhafte Vorbereitung unverzichtbar. Das 1.500-Meter-Schwimmen wird normalerweise im offenen Wasser durchgeführt, dazu sollte natürlich eine sichere Schwimmtechnik beherrscht werden. Bereits beim Übergang von 40 Kilometer Radfahren zu 10 Kilometer laufen sind die Muskeln einer besonders hohen Belastung ausgesetzt. Anfänger sollten mit drei bis vier Stunden Rennzeit rechnen. Die Anstrengung kann mit einem Halbmarathon verglichen werden, wobei zu diesem Zeitpunkt neben der körperlichen Belastung die psychische Belastung zunehmend zu einem Problem werden könnte. Während der Körper meistens noch einige Restreserven besitzt, mit welchen auch eine noch längere Strecke bewältigt werden könnte, fehlt es den meisten Athleten schließlich an mentaler Kapazität. Die Konzentration sinkt und somit ist auch das Verletzungsrisiko deutlich höher.

# Die Mitteldistanz (Ironman 70.3)

Die inoffizielle Triathlondistanz, auch Ironman genannt, überbrückt die große Lücke zwischen kurzen und langen Distanzen. Jede Disziplin ist ungefähr halb so lang wie jene der langen Distanz. 70,3 repräsentiert die gesamte Entfernung in Meilen, welche 113 Kilometern entspricht. So müssen 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und ein Halbmarathon absolviert werden. Profis brauchen weniger als 4 Stunden, Amateure brauchen ungefähr 5 ½ Stunden bis 7 ½ Stunden.

# Die Langdistanz (Ironman)

Die Langdistanz des Triathlons wird auch mit dem Slogan Ironman bezeichnet. Für zahlreiche Athleten stellt der Ironman das ultimative Hindernis dar. Sie müssen 3,8 Kilometer Schwimmzeit, 180 Kilometer Radfahren und einen kompletten Marathon meistern. Für solch extreme Belastungen sind jahrelange zeitaufwendige Trainingseinheiten, Schulungen und eine Menge Schweiß und Herzblut erforderlich. Der bekannteste Langstrecken-Triathlon ist jener in Hawaii, wo jedes Jahr ein neuer Weltmeister gekürt wird!

# Wie bereite ich mich auf die Triathlondistanzen vor?

Wenn Sie schwimmen können und bereits regelmäßig trainieren, sind Sie auch bereit, für einen Triathlon zu trainieren. Die meisten Menschen können in einige Wochen das benötigte Wettkampfniveau erreichen, Voraussetzung ist natürlich ein starker Willen und grundlegende sportliche Fähigkeiten. Wenn Sie als Couch-Potato starten, müssen Sie einige Monate damit verbringen, Ihre Fitness aufzubauen - drei Tage pro Woche Laufen, Schwimmen oder Radfahren - bevor Sie mit einem Triathlon-Trainingsaufbauplan beginnen. Und schließlich: Wenn Sie nicht schwimmen können oder ein schwacher Schwimmer sind, sollten Sie ein paar Stunden Unterricht nehmen und einige Zeit im Schwimmbad verbringen, bevor Sie sich an einen Wettkampf wagen.

Das Schwimmen ist oft der riskanteste und anstrengendste Teil des Wettkampfs und sollte nur in Angriff genommen werden, wenn Sie ein relativ starker Schwimmer sind. Wenn Sie sich über Ihre Schwimmfähigkeiten unsicher sind, sollten Sie sicherstellen, dass Ihr erster Contest in einem Schwimmbad und nicht im Freiwasser stattfindet.

Nachdem Sie sich für ein Rennen beworben haben, sollten Sie auch schon unmittelbar mit dem Training beginnen. Der Extremsport verlangt nämlich seinen Teilnehmern sowohl physisch als auch psychisch alles ab.

# Was sollte ich essen?

Machen Sie eine Faust. Das ist ungefähr die Größe von dem, was Sie vor und nach dem Training essen sollten. Denken Sie also an eine Vorspeise, nicht an eine Mahlzeit. Kurzkettige Kohlenhydrate schaffen eine ideale Wettkampfgrundlage am Tag des Contests.

Gebrauchen Sie bestenfalls ein bis zwei Stunden vor dem Event einige einfache Kohlenhydrate zu. Konsumieren Sie wenn möglich auch während des Events den Nährstoff in Form eines Shakes oder Riegels. Mithilfe der kurzkettigen Kohlenhydrate kann der Körper mehr Energie für kräftezehrende Tätigkeiten verwenden und ist somit deutlich leistungsfähiger.

Auch nach einer kräftezehrenden Trainingseinheit ist die Ernährung nicht zu vernachlässigen. Fügen Sie unmittelbar nach dem Training Kohlenhydrate und bestenfalls auch etwas Protein zu, um eine optimale Regeneration zu gewährleisten. Kurzkettige Kohlenhydrate sind in Nahrungsmitteln wie Bananen und Haferflocken reichlich enthalten! Der optimale Snack wäre also zum Beispiel unser Energy Cake 125g Haferflockenriegel, welcher in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen erhältlich ist. 

Entscheiden Sie sich jedoch für eine längere Distanz so sind auch langkettige Kohlenhydrate zu empfehlen. Die Energie wird somit in regelmäßigen Abständen vom Körper freigegeben und eine optimale Nutzung dieser Energiereserven ist garantiert.

# Trinken Sie!

Falls Sie Kohlenhydrate während eines Trainings oder Wettkampfs nutzen, sollten diese zur leichteren Verdauung und einem reibungslosen Ablauf in flüssiger Form eingenommen werden. Gele sind auch ideal, um während des Trainings eine einfache Kohlenhydratversorgung zu erzeugen. Andernfalls können Sie isotonische Getränke verwenden, um die fehlenden Mineralien wieder aufzufüllen. Wasser ist die Grundlage unseres Lebens. Dies ist nicht ohne Grund so, natürlich sollten wir während des Trainings besonderes Augenmerk auf unseren Wasserhaushalt richten!

# Fazit: Sprint-, Kurz- oder Langdistanz

Viele Athleten erwarten sich nach einigen Marathons schon einen Ironman zu laufen. Die Realität sieht jedoch anders aus. Triathleten müssen einen eisernen Willen und haufenweise Disziplin an den Tag legen. Für Triathlon-Neulinge eignet sich anfangs die Sprintdistanz. Für 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen braucht man weder teure Ausrüstung noch monatelanges Training. Hier kann jedoch Erfahrung bezüglich der Übergänge zwischen den einzelnen Disziplinen gesammelt werden. Meistert man diese Distanz, können auch weitere Strecken in Angriff genommen werden.

Wer bereits ein Radfahrer oder Läufer ist hat einen entscheidenden Vorteil. Radfahrer profitieren von der Länge dieser Disziplin, Radfahren macht nämlich den meisten Teil des Marathons aus. Läufer, wiederum haben den Vorteil, dass sie ihre stärkste Disziplin erst zum Schluss ausüben. Wer jedoch wirklich erfolgreich sein will, sollte ein Allrounder sein und in allen Disziplinen einen souveränen Eindruck hinterlassen. Abschließend kann behauptet werden, egal ob Anfänger-Distanz oder Ironman, Triathleten schaffen es unter extremsten Belastungen Ruhe zu bewahren und Ihren Körper immer wieder aufs Neue an seine natürlichen Grenzen zu treiben. Neben der körperlichen Belastbarkeit zeichnen sich die Athleten durch mentale Stärke und einen eisernen Willen aus!


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