E-Sportler werden - Das Leben eines professionellen Gamers!

E-Sportler zu werden, klingt wie ein Traum für so ziemlich jeden Gamer. Immerhin darfst du dein Lieblingsspiel zocken, dafür um die Welt fliegen und an Wettkämpfen teilnehmen und im besten Fall auch noch das Preisgeld abstauben. Aber ist es wirklich so einfach wie es klingt? Oder sieht der Alltag eines E-Sport-Profis doch anders aus?

# Fingerübungen

Auch wenn sie sich in unterschiedlichen Disziplinen messen, haben E-Sport-Profis und normale Sportler etwas gemeinsam. Sie müssen trainieren, um ihren aktuellen Leistungsstand zu halten und um ihn zu verbessern. Während ein Marathonläufer regelmäßig seine Laufstrecken absolvieren muss, damit er in Form bleibt, hat ein Spieler beim E-Sport mehrere Stunden Übungsmatches vor sich. Bis zu zwölf Stunden am Tag verbringen E-Sport-Profis damit, immer wieder ihre Strategien, ihr Loadout und ähnliche wichtige Eigenschaften in ihren Spielen zu üben und an ihnen zu feilen.

Das bedeutet, dass rund um die Uhr immer das gleiche Spiel gespielt wird. Für viele Gelegenheitszocker klingt diese Vorstellung im ersten Moment zwar traumhaft, allerdings kann es auch schnell langweilig werden. Irgendwann willst du einfach mal etwas anderes machen als bei CS:GO deine Wegrouten auf der Map Nuke zu verbessern oder in Warcraft 3 die besten Creep-Routen auf Echo Isles zu finden.

Das intensive Training ist allerdings notwendig, damit im Fall eines Ligaspiels jeder Klick richtig sitzt und du auf jede Situation mit der entsprechenden Aktion reagieren kannst. Ein professioneller Quake-Spieler weiß beispielsweise ganz genau, wie viele Sekunden er warten muss, bevor die verschiedenen Rüstungen auf der Map spawnen und er kennt alle Wege, um schnellstmöglich zu den Spawn-Punkten zu kommen. Diese Art von Spielkenntnis bekommt man nur, wenn man wirklich ausgiebig trainiert.

# Verschiedene Trainingsmethoden

Es gibt nur wenige Spiele, die einen Modus anbieten, der speziell für das Training ausgelegt ist. Darum nutzen E-Sport-Profis auch schlicht die normalen Online-Modi, die in den Liegen auch gespielt werden, um ihre Skills zu verbessern.

In Spielen wie CS:GO bedeutet das, dass die Spieler sich im Bomb Defusal mit zufälligen anderen Spielern zusammentun, um ihr individuelles Gameplay zu verbessern. Hierbei suchen die Profis aber auch nur die Spiele, bei denen sie auf den richtigen Maps unterwegs sein können. Fun-Maps, die nicht im normalen Liga-Pool vorhanden sind, werden höchstens zwischendurch mal gespielt, um ein wenig andere Farbe zu sehen. Ansonsten trainieren die Profis immer die gleichen Maps, die gleichen Wege, die gleichen Ausrüstungen.

Aber gerade bei Spielen wie CS:GO oder LoL ist nicht nur die Leistungen der einzelnen Spieler, sondern auch ihr Teamplay sehr wichtig. Darum ist es gerade in solchen Spielen üblich, dass die Spieler ihre Trainingsroutinen aufteilen. Einen Teil der Trainingszeit verbringen sie allein und einen Teil trainieren sie mit ihren Teamkameraden. Immerhin müssen alle Spieler wissen, was für Absprachen während eines Matches getroffen werden können und wohin sie gehen oder schießen müssen, wenn sie von ihren Team-Mitgliedern bestimmte Kommandos bekommen. Außerdem müssen die Spieler trainieren, wer die Ansagen macht und was für Infos für den richtigen Spielfluss wichtig sind. Aber auch für die Trainingsrunden im Team finden sich die Spieler dann in den normalen Online-Lobbys ein und lassen sich vom Match Making zufällig gegen andere Teams zuweisen.

# Herausforderung Alltag

Eine große Schwierigkeit ist das Unterbringen des E-Sport-Trainings in die normalen Alltagsroutinen. Immerhin hat auch ein professioneller Gamer seine Verpflichtungen außerhalb des Spiels. Manche angehenden E-Sportler gehen noch zur Schule. Das bedeutet einen schweren Balance-Akt, weil sie vormittags die Schulbank drücken, Hausaufgaben machen und lernen müssen und dann nachmittags und abends ihr Trainingsprogramm verfolgen wollen.

Andere Profis gehen einem Job nach, um Geld zu verdienen. Da ist es dann auch nicht einfacher, weil sie im schlechtesten Fall bis in den Abend im Büro oder in der Firma sind und erst recht spät überhaupt zum Zocken kommen.

Aber auch das soziale Umfeld der E-Sport-Profis muss irgendwie in den Tag noch mit eingebunden werden. Immerhin geben Freunde und Familie den Profis Halt und sorgen für einen Ausgleich von der Belastung durch die normalen Tagesabläufe und das Training. Allerdings machen viele Profis die Erfahrung, dass ihr soziales Umfeld wenig Verständnis für sie hat, weil sie einer professionellen Gaming-Karriere nachgehen wollen. Um da zumindest einen kleinen Ausgleich zu schaffen, gehört in die Wochenroutine auch immer Freizeit, die die Spieler dann nutzen können, um sich beispielsweise mit ihren Freunden zu treffen oder um Zeit mit der Familie zu verbringen.

# Körperlich in Form bleiben

Auch wenn es einfach klingt, ist E-Sports für den Körper eine Belastung, die oft unterschätzt wird. Der Mangel an Bewegung, das Sitzen in der gleichen Position über mehrere Stunden und die Ausführung der immer gleichen Klicks und Tastendrücke können sich negativ auf den Körper auswirken. Haltungsschäden und Langzeitfolgen wie chronische Gelenkschmerzen sind keine Seltenheit. Darüber hinaus vergessen manche Gamer, dass sie zwischendurch auch mal etwas essen und trinken müssen. Oder sie machen genau das Gegenteil und stopfen sich mit Chips, Schokolade und Energy-Drinks voll. Darum sind sowohl Erscheinungen einer Unterernährung als auch Übergewicht keine Seltenheit bei Gamern. Ein optimaler Snack hingegen wäre unser 80g Pocket Cake LOW SUGAR Haferflockenriegel - dieser versorgt dich mit der nötigen Energie, schmeckt und hält vor allem lange satt - der ideale Begleiter für eine lange Gaming-Session.

Einige E-Sport-Profis haben darum auch Sport und körperliche Aktivitäten zu ihrem Gamer-Alltag hinzugefügt. Dabei stehen beispielsweise Übungen für den Rücken und den Schultern auf dem Programm. Viele Spieler machen aber auch Dehnübungen vor und nach den einzelnen Matches, damit die Finger und Handgelenke nicht zu stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Außerdem tragen viele professionelle Gamer unterstützende Hilfsmittel wie Handgelenksbandagen oder Kompressionshandschuhe, die möglichen Langzeitschäden vorbeugen und die Hände und Handgelenke warmhalten sollen.

Eine ausgewogene Ernährung ist für die Spieler aber genauso wichtig. Viele E-Sport-Profis achten darauf, dass sie regelmäßige Mahlzeiten zu sich nehmen. Außerdem verzichten die Profis während des Trainings häufig auf Süßigkeiten und Junk Food. Auf der einen Seite wollen sie vermeiden, dass sie ihre Maus oder ihr Keyboard durch die Süßigkeiten schmutzig machen. Auf der anderen Seite haben solche Lebensmittel die Eigenschaft, dass sie schläfrig machen, wenn der Körper ihren Zucker erst mal abgebaut hat. Darunter leidet die Konzentration, sodass die Spieler nicht mehr die nötige Leistung erbringen können, die sie für das Training brauchen. Darum naschen die Spieler während des Trainings eher weniger und verlagern das Essen eher auf die Zeit vor oder nach den Spielen.

# Der Sprung zum Profi

Häufig stellen sich Spieler die Frage, wie sie überhaupt ein E-Sport-Profi werden können. Prinzipiell gibt es zwei Wege. Die erst Möglichkeit besteht darin zu warten, bis ein Verein auf einen Spieler aufmerksam wird. Manche Clans scouten gerade in jüngeren Ligen, die noch nicht so stark ausgebaut sind wie die Szene von CS:GO oder LoL. Sie beobachten die Leistungen der Spieler und schreiben diejenigen an, die sich durch eine gute Leistung in den Fokus rücken. Gerade in den Anfängen der E-Sport-Zeit konnten Spieler so vergleichsweise einfach einen Platz in der Profi-Liga bekommen.

Weitaus üblicher ist es heutzutage allerdings, dass die Clans offene Stellen ausschreiben. Der HSV eSports lädt beispielsweise häufiger neue Spieler dazu ein, sich für das Fifa-Team zu bewerben. Die Spieler können dann in einem normalen Aufnahmeverfahren ihr Können unter Beweis stellen. Wenn sie bei diesen Testspielen gute Ergebnisse erzielen und sich gegen die anderen Bewerber durchsetzen, bekommen sie einen Platz im Clan. Die Chancen sind für alle Bewerber gleich, sodass theoretisch jeder Spieler, der die nötige Motivation und Energie hat, ein professioneller Gamer werden kann.


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