E-Sport - 5 Fakten, die man über E-Sport wissen sollte!

Wer sich selbst als interessiert an Gaming/Gamer sieht, der kommt früher oder später nicht um den E-Sport herum. Doch selbst wer von der Sportart gehört hat oder sie sogar regelmäßig am Bildschirm verfolgt, weiß manchmal nicht, was eigentlich alles dahinter steckt. Wir haben fünf Fakten über diesen digitalen Sport zusammengetragen, die wirklich jeder Gamer kennen sollte.

1. Er hat Tradition.

Die meisten mögen bei E-Sport an „League of Legends“, „Dota 2“ oder „FIFA“ denken, doch dieser Sport ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Schon die ersten Videospiele, die Mitte des 20. Jahrhunderts auf den Markt kamen, waren schließlich auf den Wettkampf von Spielern ausgelegt. Als Videospiele populärer wurden, entwickelten sich auch die Wettkämpfe unter Gamern weiter. Der erste organisierte Wettbewerb, die sogenannten „Intergalatic spacewar olympics“ nach dem Titel des Spiels „Spacewar!“, fand 1972 in einem Labor an der Stanford Universität statt. Gerade einmal zwei Dutzend Spieler kamen zu dem Wettkampf und als Preis für den Gewinner — den ersten Champion dieses neugeborenen Sports Bruce Baumgart — gab es damals noch ein kostenfreies Zeitschriftenabonnement.

Lange blieb es bei solch niedrigen Zahlen nicht. Als Atari 1980 einen Wettkampf für das thematisch ähnlich gelagerte Videospiel „Space Invaders“ ausrief, kamen zehntausend Teilnehmer zusammen. Im darauffolgenden Jahr gründete sich in den USA zudem das erste offizielle Videospielteam, genannt „U.S. National Video Game Team“, und erste Veranstaltungen wurden im Fernsehen übertragen.

Von hier an ging es für den E-Sport steil bergauf: Die Wettkämpfe fanden nicht mehr nur lokal oder sogar national in den USA statt, sondern seit der ersten Weltmeisterschaft im Jahr 1984 auf der ganzen Welt. 1988 folgten mit dem Spiel „Netrek“ auch die ersten Wettkämpfe über das Internet. Durch den technischen Fortschritt etablierten sich in den 90er Jahren diverse E-Sport-Ligen und der Sport konnte weiter professionalisiert werden.

Mittlerweile dürfen sich Enthusiasten für Gaming/Gamer über jährliche Weltmeisterschaften freuen, deren Übertragungen oft mehrere Millionen Zuschauer anziehen. In Anbetracht dieser Entwicklung verwundert auch unser zweiter Fakt nicht mehr:

2. Er ist kein Nischenprodukt.

Mehr als die Hälfte der unter 35-Jährigen hat schon mal von dieser Sportart gehört. Diese Altersgruppe macht außerdem den Großteil der Zuschauer aus, nämlich ganze 61 Prozent. Doch der Sport rückt generell immer weiter ins Auge der Öffentlichkeit. Gerade auch, weil neben den offiziellen Übertragungen etwa auf YouTube, Twitch oder im Fernsehen immer wieder in den Medien darüber berichtet wird. Das Thema wird zudem in diversen Medien umgesetzt: In TV-Sendungen wie dem britischen „GamesMaster“, dem japanischen Film „Game King: Takahashi-Meijin vs. Mori-Meijin“ oder ganze Franchises wie dem chinesischen „Quánzhí Gāoshǒu“ (hierzulande besser bekannt als „The King’s Avatar“), dessen ursprünglicher Fassung als Webroman Adaptionen unter anderem als Comic, Animationsserie und Live-Action-Serie folgten.

Mittlerweile überlegt das Komitee der Olympischen Spiele übrigens, ob nicht auch eine Kategorie für E-Sport hinzugefügt werden sollte. Spätestens das sollte deutlich machen, welche Anerkennung dieser Sport tatsächlich gefunden hat.

3. Er feiert Rekorde auf allen Ebenen.

E-Sport-Turniere zeigen aber nicht nur auf der tatsächlich sportlichen Seite, welchen Stellenwert diese Sportart einnimmt. Auch außerhalb dessen stellen sie immer wieder neue Rekorde auf. So war etwa die Arena für das Finale der „League of Legends“ Weltmeisterschaft schneller ausgebucht als ein Konzert von Superstar Adele. Dieselbe Weltmeisterschaft zog mit 14 Millionen Online-Zuschauern zudem ein größeres Publikum an als der Sprung aus dem All des Extremsportlers Felix Baumgartner. Auch was das Live-Publikum angeht, müssen sich E-Sport-Turniere nicht verstecken: Die „Intel Extreme Masters“ Turnierreihe hatte mit 104.000 Zuschauern vor Ort mehr als etwa das jährlich-veranstaltete Musikfestival „Rock am Ring“, das im selben Jahr nur auf 90.000 belegte Sitze kam.

E-Sport-Events entwickeln sich immer weiter und stellen dabei immer wieder neue Rekorde auf. Im Quarantäne-Jahr 2020 etwa zog die „League of Legends“ Weltmeisterschaft, die ihr 10-jähriges Jubiläum feierte, trotz einiger Einschränkungen hinsichtlich der Austragungsorte und teilnehmenden Teams mehr Zuschauer an denn je. Im Vergleich zum Vorjahr gab es eine Steigerung der gestreamten Spielstunden von über 60 % allein in der Vorrunde. Pro Minute kam das Event auf 3,6 Millionen Zuschauer im Durchschnitt. Das Finale wurde auf 21 Plattformen und in 16 verschiedenen Sprachen übertragen, damit die ganze Welt daran teilhaben kann. Auf das gesamte Event bezogen, sahen sich Zuschauer mehr als eine Milliarde Stunden Übertragungszeit an.

4. Er ist besonders in Asien groß.

Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass die ersten, belegten E-Sport-Wettkämpfe in den USA stattfanden. Doch heute hat der Sport besonders in Asien einen großen Stellenwert. So stammen etwa die meisten Profispieler aus China und Südkorea. Südkorea hat nicht nur einen eigenen TV-Channel für die Übertragung von E-Sport-Turnieren, die E-Sportler erlangen dort sogar Kultstatus und 2018 begleiteten fünf von ihnen die olympische Fackel. Kein Wunder, dass sich der digitale Sport dort zur dritt-beliebtesten Sportart der jüngeren Generation aufschwingen konnte.

5. Er hat jede Menge mit herkömmlichem Sport gemeinsam.

Wer keine Ahnung von Gaming und dem dazugehörigen Profisport hat, der glaubt vermutlich, E-Sportler wären eher wie Büroangestellte als tatsächliche Sportler. Doch weit gefehlt: E-Sportler haben jede Menge mit ihren offline Kollegen gemeinsam. Hier ist eine Auswahl von sechs Bereichen, in denen sich die online und offline Sportler ähnlich sind:

  • Training: Genau wie offline Sportler müssen auch E-Sportler hart arbeiten, um die entsprechende Leistung in den Wettkämpfen zu erbringen. Mindestens fünfzig Stunden Spielzeit in der Woche sind ein Muss, wenn sie erfolgreich sein wollen. Noch dazu müssen professionelle Spieler auch in Strategien fit sein. Hier bleibt also kaum Zeit für anderes. Eben ein richtiger Vollzeit-Job, wenn man ihn professionell ausüben will. Auch offline Profisportler trainieren jeden Tag in unterschiedlichen Disziplinen. Deutsche Profisportler etwa haben laut einer Studie eine 56-Stunden-Woche, damit stehen sie sogar mit etwas mehr Freizeit da als die E-Sportler.

  • Gesundheit: Auch E-Sportler müssen — genau wie ihre Kollegen aus dem herkömmlichen Sport — auf ihre Gesundheit achten. Das bedeutet: Auf gesunde Ernährung und körperliche Fitness können sie nicht verzichten. Den perfekten Snack für einen E-Sportler bietet definitiv unser Energy Cake. Der 125g Haferflockenriegel enthält sowohl komplexe Kohlehydrate, sowie auch eine natürliche Proteinquelle & hält obendrein noch lange satt!

    Eigentlich ist das ganz klar: Ein Wettkampf fordert viel Konzentration und schnelle Reaktionen ab. Wer körperlich nicht auf dem Posten ist, verschenkt hier unter Umständen den Sieg.

  • Kurze Karriere: Auch wenn ein E-Sportler noch so sehr auf seine Gesundheit achtet, der Körper beginnt mit 26 Jahren abzubauen. Darunter leiden etwa die Hand-Augen-Koordination, die beim Gaming wichtig ist, genauso wie die Reaktionsgeschwindigkeit. Als E-Sport-Senior wird es dann oft Zeit für die Rente. Die Karriere in dieser Sportart ist also oft noch kürzer als die der offline Sportler.

  • Verdienst: Die Karriere mag kurz sein, doch das Gehalt kann sich sehen lassen. Top-Spieler in Korea etwa verdienen im Jahr umgerechnet etwa 200.000 €. Dazu kommen oft noch Einnahmen durch Streaming, Werbeverträge, Merchandising oder Preisgelder, sodass Spieler durchaus auch auf das bis zu dreifache Einkommen setzen können. Das kann zwar nicht mit den Millionen-Beträgen im Fußball mithalten, ist aber deutlich höher als das Einkommen von Profisportlern in anderen Sportarten: Die verdienen nämlich oft genug nicht mehr als zweitausend Euro pro Monat, wobei bis zu zehn Prozent dieser Einnahmen aus Preisgeldern stammen. Was den Verdienst angeht, stehen E-Sportler also sehr gut da und siedeln sich im mittleren Bereich der Sportler an.

  • Betrug: Doping- oder Wettskandale erschüttern die Sportwelt immer wieder, doch auch der digitale Sport ist nicht frei von Betrug. Cheating durch die Nutzung von unerlaubter Software, regelwidriges Account-Sharing, die bewusste Manipulation des Spielausgangs durch die Weitergabe von Informationen oder bewusstes Verlieren von Spielen oder sogar Doping mit Amphetaminen sind alle Formen von Cheating bei digitalen Sportwettkämpfen. Und genau wie im offline Sport versuchen auch hier Verbände gegen diesen Betrug vorzugehen.


Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte , dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen