Die Gamersprache für Noobs - Das Gamerlexikon!

Es gibt viele Themen und Bereiche innerhalb unserer Gesellschaft, in der eine ganz eigene Sprache gesprochen wird. Meistens erkennbar durch (für Außenstehende) komisch erscheinende Worte oder Abkürzungen, von denen man zuvor noch nie etwas gehört hat. Und so verhält es sich auch bei Gamern, bzw. im Bereich der Videospiele. Vielleicht haben Sie selbst schon von Abkürzungen wie "AFK", oder "FPS" gehört. Oder möglicherweise haben Sie auch schon einmal erlebt, wie jemand andere Menschen als "Noobs" bezeichnet. Während bei diesen Abkürzungen und Worten außenstehende nur Bahnhof verstehen, gehören sie für eingefleischte Zocker zu den gängigsten Ausdrücken ihres Hobbys.

# Ursprung der Sprache

Bevor sich Videospiele als Kunstform in unserer Kultur etablieren konnten, und Games daher noch ein reines Nischenthema waren, gab es solch eine spezielle "Gamersprache" noch nicht. Mit dem Aufkommen des Internets und der ersten Online-Spiele fing es so langsam an, dass Spieler aus aller Welt online über weite Distanzen nicht nur in Spielen miteinander kommunizierten, sondern auch gemeinsam diese Games spielen konnten. Im Lauf der Zeit entwickelten sich dadurch zahlreiche Begriffe und Abkürzungen, die die schriftliche und sprachliche Kommunikation der Spieler an vielen Stellen vereinfachen. Ein viel gesagter Satz in Voice-Chats (wie "Skype" oder "Teamspeak") ist Beispielsweise "Ich bin mal kurz AFK". Die Abkürzung "AFK" ist nichts anderes, als die Abkürzung der englischen Wörter "away from keyboard" - zu Deutsch: weg von der Tastatur. Wenn also schon jemand alleine nur "kurz AFK" schreibt, dann weiß man auf der anderen Seite, dass dieser Spieler gerade vom PC-Tisch aufgestanden, und daher kurz mal nicht da ist. Dies ist jedoch nur eins von vielen Beispielen, bei dem ersichtlich wird, dass Gamer an vielen Stellen ihren ganz eigenen Akzent entwickelt haben.

# Abkürzungen für Spiele

Eine solche Gamersprache fängt schon bei den Bezeichnungen der Videospiele an sich an. Inzwischen gibt es nämlich eine große Bandbreite von unterschiedlichen Genres bei Computerspielen. Ähnlich wie es schon bei Filmen, Serien oder Musik der Fall ist. Und zu den Genres, die Außenstehende aufgrund ihrer gängigen Bezeichnung nicht verstehen, zählen unter anderem folgende:

# FPS - First-Person-Shooter

Bei den First-Person-Shootern handelt es sich um Games, die aus der Ego-Perspektive gespielt werden. Meistens sind dabei nur die Hände und Arme der Spielfigur zu erkennen, die im Regelfall mit einer Schusswaffe ausgestattet ist, mit deren Hilfe Gegner und Gefahren ausgeschaltet werden. Zu den erfolgreichsten Reihen dieses Genres im Bereich des Gamings zählen unter anderem die "Call of Duty"-, und Battlefield-Reihe. Als Urvater dieses Genres zählt das PC-Spiel "Doom", welches im Jahr 1993 auf den Markt kam.

# RPG - Role-Playing-Games

Wie es der Name bereits vermuten lässt, sind RPG's Videospiele, bei denen der Spieler in die Rolle eines Charakters schlüpft, der sich auf eine längere Reise begibt, und dessen Entwicklung und Fähigkeiten im Lauf des Spiels immer weiter voranschreiten. Darüber hinaus ist das Sammeln und Herstellen von nützlichen Gegenständen (wie Waffen oder Ausrüstungsteilen) häufig ein essenzieller Bestandteil von Rollenspielen. In den meisten Fällen werden RPG's aus der sogenannten "Third-Person-Perspektive" gespielt - also aus einer Sicht, bei der die Kamera über die Schulter der Spielfigur blickt. Aber auch die Ego-Perspektive, wie man sie häufig aus First-Person-Shootern kennt, kommt häufig bei Rollenspielen zum Einsatz. Bekannte Beispiele von erfolgreichen Rollenspielen sind "Dark Souls", "Witcher" und "The Elder Scrolls".

# Point-&-Click Adventures

Zu früheren Zeiten - insbesondere in den 80er und 90er Jahren - fanden die Geschehnisse in Videospielen ausschließlich in der zweiten Dimension statt. Dreidimensionale Figuren und Welten konnten Games zur damaligen Zeit noch nicht bieten. Und genau diese Zeit war es, in der sogenannte "Point-&-Click Adventures" besonders beliebt waren. Mithilfe von einfachen Klicks bewegt der Spieler die Figur durch die Welt, um Rätsel zu lösen. Besonders oft finden sich heutzutage Pont-&-Click Adventures im Bereich der Indie-Spiele wieder. Einer der bekanntesten Ableger dieses Genres - wenn nicht der bekannteste - ist "The Secret of Monkey Island" aus dem Jahre 1990.

# Bezeichnung anderer Menschen

Wie bereits weiter oben erwähnt, hat die Gamersprache ihren Ursprung aus der Kommunikation, die sich zwischen Gamern aus aller Welt über das Internet entwickelt hat. Somit gibt es in dieser Sprache des Gamings auch zahlreiche Begriffe, die andere Menschen beschreiben - allerdings sind nicht wenige dieser Begriffe besonders freundlicher Natur. Zu den gängigsten dieser Begriffe zählen folgende:

# Noob

Aller Anfang ist schwer. Und genau so ist es auch bei Computer- und Videospielen. Wer gerade damit angefangen hat, ein bestimmtes Spiel zu spielen, kennt sich logischerweise auch noch kaum bis gar nicht in diesem Spiel aus. Dieser Umstand macht aus einem Neuling in der Regel keinen besonders guten Mitspieler, bzw. Teamkollegen. Ein solcher Spieler wird häufig als "Noob" bezeichnet, was einfach nur eine Abkürzung des Wortes "Newbie" (auf Englisch: "Anfänger") darstellt. Meistens wird der Begriff "Noob" abwertend für jemanden genutzt, der in Videogames schlecht spielt. Gerne werden aber auch mal erfahrene Spieler als Noobs bezeichnet, wenn sie unaufmerksam sind, oder typische Anfängerfehler machen.

# Pro Gamer

Das genaue Gegenteil eines Noobs dürfte wohl der sogenannte "Pro Gamer" sein. Hierbei ist von einem Profi die Rede, der seinen Lebensunterhalt mit "E-Sport" - dem Zocken auf kompetitiver Ebene - verdient. So wie viele typische Sportarten können auch manche Computerspiele leistungstechnisch auf sehr hohem Niveau betrieben werden. Durch den Gewinn von Preisgeldern bei Turnieren, und durch eventuelle Werbedeals können manche Computerspieler eine ganze Menge Geld verdienen - vorausgesetzt, dass ein gewisses Leistungsniveau besteht. Häufig werden manche Spieler auch als Pro Gamer bezeichnet, die davon gar nicht leben, sondern einfach nur besonders gut in manchen Spielen sind. Dies ist dann in der Regel als Kompliment gemeint.

# Casual Gamer

Dies ist wohl die Kategorie, zu der sich die meisten Gamer zählen dürften. Ein Casual Gamer spielt dann Videospiele, wenn er Lust und Zeit dazu hat. Häufig gibt es für ihn noch zahlreiche andere Hobbys oder Verpflichtungen, weshalb Games bei Spielern dieser Kategorie nicht den Stellenwert haben, wie er beispielsweise für Pro Gamer besteht. Im Gegensatz zu ihnen spielt der Casual Gamer Videospiele zum Großteil einfach nur aus dem Grund, weil sie ihm Spaß machen. Ihm geht es nicht darum, ein bestimmtes Leistungsniveau zu erreichen, oder sich mit anderen Spielern zu messen.

# Weitere Begriffe & Abkürzungen

Bei der Kommunikation unter Spielern haben sich im Lauf der Zeit viele Abkürzungen für gängige Begriffe und Ausdrücke entwickelt.

GG:

Nach dem Ende einer Partie eines Videospiels schreiben sich beide Spieler häufig "GG". Dies ist die Abkürzung für "good game" (gutes Spiel) und steht für einen fair gemeinten Glückwunsch zur gewonnenen Partie. Häufig wird einem "GG" auch ein "WP" angehängt, was wiederum für "well played" (gut gespielt) steht.

BOT:

Hierbei handelt es sich um die Abkürzung des Wortes "Robot". Als Bots werden in der Regel computergesteuerte Teamkollegen oder Gegenspieler beschrieben. Aber nicht selten wird "BOT" auch als abwertende Bezeichnung für andere Spieler verwendet, die angeblich so schlecht spielen würden, als wären sie Bots.

HF:

Dies steht für "have fun" (viel Spaß), und wird in der Regel bei Beginn einer Partie von beiden Spielern dem jeweils anderen geschrieben. Auch eine Geste des Fairplays.

OP:

In der Sprache des Gamings steht "OP" für "overpowered" (übermächtig). Hierbei werden entweder Spieler oder Gegenstände beschrieben, die im Vergleich zu anderen Gegenständen und Spielern so stark sind, dass innerhalb der Partie keine Fairness mehr gewährleistet ist.

# Gewinnspiel

Für alle, die ihr Wissen über Computer- und Videospiele auf die Probe stellen wollen, bieten wir ein interessantes Quiz auf unseren Social Media Seiten an. Hier können Besucher nicht nur ihr Knowhow auf diesem Gebiet zeigen, sondern auch einen Steam-Gutschein im Wert von 50 Euro gewinnen.


Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte , dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen